Mein Seelenhund Nelly – wie alles begann…

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„Ein Leben ohne Hund ist zwar möglich, aber sinnlos“.

Mit dem Satz  „Mama, die nehm ma“ hat meine Hundelaufbahn im Alter von zwei Jahren begonnen, als Jenny, eine Dobermann-Schäfermischlingshündin bei uns einzog. Ihr folgte Kim, eine Dalmatinerhündin. Beide Hunde kamen aus dem Tierschutz und hatten eine schlimme Vergangenheit.  Jenny und Kim schieden leider viel zu früh aus unserem Leben , weshalb meine Mama keinen Hund mehr aufnehmen wollte. So dauerte es fast 10 Jahre bis ich wieder eine vierbeinige Begleiterin hatte.

Lange suchte ich im Internet, sah mir Rassebeschreibungen und verschiedene Hunde an. Als ich eines Abends ziellos im Internet stöberte, sah ich auf einmal Nelly. Eine Border-Collie-Retriervermischlingshündin aus Griechenland aus einer Tötungsstation. Ich musste kein zweites Mal hinsehen – ich wusste es: Das ist mein Hund.

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Am übernächsten Tag, nach einer Besichtigung und einem Großeinkauf zog Nelly ein.

Unser gemeinsame Weg war keineswegs immer eitel Wonne – ganz im Gegenteil. Nelly war von Anfang an eine eher unsichere Hündin und entwickelte im Alter von ca. 1,5 Jahren ziemliche Verhaltensauffälligkeiten, die sich in verschiedensten Situationen und Intensitäten zeigten. Nach einigen vergeblichen Versuchen einen geeigneten Trainingsweg zu finden, habe ich beschlossen, auf meine Stimme zu hören und das bereits Gelesene umzusetzen.

Ich schlug einen individuellen Weg ein, der auf Konsequenz und Vertrauen basierte. Das Verhalten besserte sich nach einiger Zeit und wir konnten gemeinsam jegliche Situation meistern.

Unser Weg hat mich letztendlich zum Hundetraining gebracht und so beschloss ich dies zum Anlass zu nehmen und die Ausbildung zur Hundetrainerin und Verhaltensberaterin beim SzTVT zu machen. Durch die Ausbildung lernte ich neue Wege und Möglichkeiten und schon bald wurden Nelly und ich ein einzigartiges Team. Unsere Verbindung ist sehr stark und wir verstehen uns blind. Das bedeutet nicht, dass mein Hund perfekt ist – gar nicht. Soll sie auch nicht. Sie ist eine Individualistin und sie geht gerne mal ihren eigenen Weg, aber genau das macht sie so besonders für mich. Sie weiß genau wann es drauf ankommt und ich habe gelernt mit ihr einen Weg zu gehen und sie mit mir. Sie ist ein Verlasshund und ich kann ihr vertrauen – genau wie sie mir. Ich habe gelernt sie zu lesen und so weiß ich, wann ich „eingreifen“ muss und wann sie die Situation selbst meistern kann. Außerdem weiß sie, dass sie auf mich zählen kann und bei mir in jeder Situation Schutz findet. Das zeichnet uns aus.

Mantrailen StollenUnser großes Hobby ist das Mantrailen. Nellys einzigartige Nase und Freude an der Suche nach Menschen begeistern und faszinieren mich jedes Mal aufs Neue. Wir haben sehr viel Spaß dabei und die gemeinsame Arbeit stärkt unsere Verbindung noch zusätzlich.

Nelly hat auch viel Spaß bei der Zielobjektsuche und geht ab und zu gerne eine Fährte. Sie hat auch große Freude beim Erlernen und bei der Ausführung von Tricks oder Dogdancingelementen. Als Ausgleich gibt es Kuschel- und Entspannungseinheiten, die für uns beide sehr wichtig sind.

Nelly unterstützt mich auch beim Training. Sie ist sehr sozial und ist somit bei ängstlichen Hunden eine sehr große Hilfe. Egal ob es um Resozialisierungen geht oder darum Ruhe in eine Welpen- oder Junghundegruppe zu bringen. Nelly kommuniziert so schön und klar, dass oft schon ein Blick  genügt, um die Situation zu entspannen.

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Sie ist ein wahrer Schatz und ich liebe sie über alles, meine kleine Prinzessin.

Seit September 2015 komplettiert Molly mein kleines Rudel. Sie ist eine 6-jährige Mischlingshündin mit einem sehr liebenswerten und verschmusten Wesen. Molly hat einen sehr starken Willen und lässt sich durch „fast“ nichts davon abbringen. Ebenso verhält es sich beim „Arbeiten“. Macht ihr eine Aufgabe Spaß bzw. macht es für sie Sinn, dann ist sie freudig dabei, wenn nicht, dann hilft auch kein Leckerli.  Durch ihre lange Zeit als Selbstversorgerin hat sie natürlich großes Interesse an der Jagd und es war ein weiter Weg ihr beizubringen, dass sie nicht jagen darf. Auch wenn ihr übersteigertes Jagdverhalten schon viel weniger ausgeprägt ist, wird Molly nach wie vor nicht von der Leine gelassen – Sicherheit geht vor.

Seit ca. einem Jahr trailt Molly und es hat sich gezeigt, dass sie eine ganz feine Nase hat und sehr genau arbeiten kann – wenn sie will. Sie ist der perfekte Begleithund, sehr verträglich und eine ganz ganz süße Kuschelmaus. Ich möchte den kleinen Sturkopf nicht mehr missen und Nelly und ich haben sie sehr ins Herz geschlossen.